So mal einen kleinen Reisebericht von meinem USA und Kanada Trip vom 26.04. bis 04.05. schreiben mag. Also los ging es ja eigentlich schon am 25.04. wo ich mit meinen Kollegen zu meiner Schwester nach Mühlheim gefahren bin. Dort haben wir dann noch ein paar Stunden geschlafen und sind gegen 5:30 zum Flughafen aufgebrochen um da unser Flieger um 8:30 starten sollte. Danke Schwesterlein für deine Bemühungen schon mal an dieser Stelle! Ja also Tickets geholt, Gepäck eingecheckt und noch ne Runde Airtrain gefahren um sich die Zeit zu vertreiben. Dann durch die Sicherheitskontrolle und ab in die 747. Nach 8 Stunden sind wir in New York am JFK ausgestiegen. Die Einwanderungsbehörde war witzig, fragte zu erst warum ich denn drei Gepäckstücken für eine Woche New York brauchen würde? Und nachdem ich dann auf meinen Kollegen verwies wurde dieser danach befragt warum er kein Gepäckstück für eine Woche New York mit dabei hatte. Naja also Fingerabdrücke und Bild abgegeben und nach dem Kofferholen mit dem Airtrain zu Avis um dort unser Waffe abzuholen. Ich dachte ja eigentlich einen Pontiac G6 reserviert zu haben aber leider bekamen wir nur das Schwestermodell aus dem Hause Chevrolet, einen Monte Carlo.

Ja eigentlich auch ein schöner Cruiser aber der G6 hat doch mehr Stil. Ja der Servicemonitor sagte schon mal gleich “Change Oil soon” aber das war dem Menschen bei Avis egal. Weiter witzige Fehler an dem Auto tauchten dann später noch auf. Erstens wollte das Tempomat nicht arbeiten und ein Reifendrucksensor hatte ein Macke und meldete immer mal wieder das das linke Vorderrad platt sei. Der Kofferraumdeckel ließ sich nur mit äußerster Gewalt schließen und es waren so einige Hebel in dem Auto abgebrochen. Aber egal der V6 Motor schnurrte schön für sich hin und ließ sich mit 9,5 Liter im Schnitt fahren. Ja mittlerweile kostet in den USA die Gallone Sprit auch schon 4 Dollar und in Kanada der Liter bis zu 1,30 Can-Dollar. Ist zwar im Vergleich zu Deutschland immer noch billig aber wir wollten ja auch knapp 2000 Meilen fahren. Also ging es noch am selben Tag auf nach Boston. Nach vier Stunden Fahrt und dem Kennenlernen des EZ-Passes für die Mautstationen sind wir im DoubleTreeHotel in Allston eingecheckt. Haben uns noch die Harvard Universität angeschaut und sind später noch quer durch die Stadt zu Chilies gefahren um einen ordentlichen Burger zu essen. Das lief auch alles ganz nur auf dem Rückweg haben wir uns ein wenig verfranzt und das Navi war mit der Straßendichte, den Tunneln und den Reflektionen der Stadt etwas überfordert und so sind wir ca. 45 min planlos quer durch Boston geschossen bis wir unser Hotel wieder gefunden haben. Nach einer sehr gut geschlafenen Nacht sind wir den nächsten Morgen ans MIT um uns dort mit einem Kumpel zu treffen, der dort forscht. Wir waren beide über die Forschungsbedingungen dort sehr geschockt und knabbern da eigentlich immer noch dran…

Ja gut also nach dem MIT ging es weiter Richtung Montreal nach Kanada. Bei einem Tankstopp unterwegs aßen wir noch eine gute lecker Pizza in einer kleinen Raststätte und unterhielten uns dort prächtig mit dem Besitzer der zwar keine Ahnung von Europa hatte aber unbedingt mal hin wollte. An der Grenze nach Kanada war es auch sehr witzig. Wir sahen schon den Kontrollposten am Highway als uns das Navi sagte: “Bitte rechts von der Autobahn abfahren!” Wir also abgefahren kamen in ein kleines Dorf sind angehalten haben unsere Ausweise gesucht, da wir mit einem Grenzposten rechneten. Sind weiter gefahren nach Navi Anweisungen und plötzlich stand auf den Stoppschildern in dem Dorf nicht mir Stop sondern Arret und das Navi sagte: “Willkommen in Kanada!” Naja wir sind dann hinter dem Kontrollposten, den wir zuvor am Highway gesehen haben, wieder auf diesen aufgefahren und weiter nach Montreal gefahren. Nach ein paar Meilen, oder besser Kilometern, weiter haben wir uns dann gefragt ob wir bei der Einreise in die USA keinen Ausreisestempel im Pass brauchen würden? Aber naja wir haben uns dann gedacht das wird schon gehen. Kurz vor Montreal sind wir in einem Motel abgestiegen und ich bin erstmal auf die Toilette. Verriegel die Badezimmertür schließe sie aber nicht. Verlasse das Bad und schließe die Tür, damit hatte ich das Bad von innen verschlossen und stand halt draußen. Tja nachdem wir selbst versucht haben die Tür wieder zu öffnen haben wir dann doch die Tante von der Rezeption geholt, die es auch nicht geschafft hat die Tür zu öffnen und uns ein anderes Zimmer gegeben hat. Zum Glück hatte ich nichts im Bad eingeschlossen. Am nächsten morgen ein Frühstück von Dunkin Donuts besorgt und auf nach Montreal. Dort haben wir am Centre Bell geparkt, was meiner Meinung nach eigentlich eine alte Glocke sein sollte aber dem war nicht so. Das Centre Bell ist eine riesige Eishockeyhalle gesponsort von der Telefongesellschaft Bell
Die Stadtbesichtigung fiel hier etwas kleiner aus, da es sich dann so richtig einregnete so haben wir in Chinatown ne Nudelsuppe gegessen und sind dann weiter Richtung Toronto gefahren. Kurz vor Toronto haben wir wieder in einem Motel eingecheckt und sind den nächsten Morgen nach Toronto reingefahren. Da haben wir dann ziemlich zentral für ziemlich viel Geld (2 Stunden für 16 Dollar) geparkt und waren auf dem CN-Tower um uns Toronto von oben anzuschauen.

Danach sind wir noch am Hafen entlang geschlendert und hätten fast noch ne Bootsfahrt gemacht, aber wir entschieden uns dafür zu den Niagara Fällen zu cruisen. Dort hätte man günstig parken können, wenn man nicht der Parkuhr gespielt hätte. Ich so: „Och die Stunde ein Dollar?“ Da bleiben wir doch mal zwei Stunden und klicke aber noch weiter und beim Maximum von fünf Dollar meinte die Parkuhr dann… Danke sie können hier jetzt den ganze Tag parken wir buchen die fünf Dollar von ihrer Viasacard ab. Naja egal, die 3,22 Euro machen den Kohl nicht fett
Die Niagara Fälle sind schon beeindruckend aber ich hatte mir das ganze so um den Faktor 3 größer vorgestellt.

Aber die “Journey Behind the Falls” sollte man sich nicht entgehen lassen das ist ganz witzig, feucht und bissel informativ. Nach den Wasserfällen ging es dann wieder zurück in die USA. Diesmal fand das Navi keinen alten Schmugglerpfad und so standen wir an einem Grenzposten. Der Mensch dort stellte ein paar komische Fragen, wir gaben komische Antworten und drin waren wieder in den Staaten. Nach einem sehr guten Burger bei Dennys ging es weiter bis fast nach Washington hinein. Unterwegs stoppten wir noch an einem Subway, der Mensch dort war auch sehr intersiert an Deutschland und frage so Sachen wie, ob wir auch Dollar in Deutschland hätten usw. Naja nicht gerade so geistreiche Sachen halt. Also kurz vor Washington in ein Motel eingecheckt und den nächsten Morgen mit dem Auto nach Washington rein. Dort erstmal eine Parkuhr mit Quatern gefüttert und bis ans Capitol gelatscht. Danach die Karre nochmal in eine Tiefgarage gepackt um dort später 17 Dollar zu bezahlen. Ja aber wir uns dort wirklich viel angeschaut. Also vom Capitol bis zum Lincoln Memorial, die Säule dazwischen.

WW2 Mahnmal, Vietnam Mahnmal und auch das White House. Allerdings bekam Georgie W. leider schon anderen Besuch, so dass die Vorderseite vom Weißen Haus abgesperrt war und wir nur an die Rückseite gelassen wurden. Danach ging es noch für ca. zwei Stunden ins Smithsonian National Air and Space Museum und da wir danach noch nicht genug von der Raumfahrttechnik hatten sind wir noch am Nasa Goddard Space Flight Center vorbei gefahren. Die hatten allerdings schon geschlossen, so dass wir dort nur noch mit den Außenanlagen spielen konnten.

Wir kamen an diesem Tage noch bis kurz hinter Philedelphia um dann dort in einem Motel einzuchecken. Am nächsten Morgen ging es nach New York und wir beschlossen uns eine Bleibe etwas außerhalb, auf Long Island, zu besorgen. So landeten wir in Hicksville. Das war auch soweit ganz ok und vom Bahnhof aus, den man entweder in 20 min zu Fuß oder in 5 min mit dem Auto erreichen kann ging es per Train in 45 min bis zur Penn Station mitten in Manhatten. Am ersten Tag haben wir uns dort die 7th und 5th Avenue angeschaut.

Waren mal kurz im Central Park, auf dem Times Square und sind mit Staten Island Ferrie nach Staten Island gefahren um die beleuchtete Skyline und die Freiheitsstatue sehen wollten.

Den Freitag wollten wir eigentlich aufs Empire State Building aber es war viel zu neblig. So beschlossen wir das auf Samstag zu verschieben und waren stattdessen auf Coney Island, Staten Island und am Ground Zero. Die Wallstreet musste auch noch sein und durch Chinatown bis Little Italy sind wir auch noch gehatscht.

Samstag wurden wir dann am Flughafen etwas rasiert. Also was ja schon klar war, das dieser EZ-Pass im Auto, der die Mautgebühren gesammelt hat, was kosten würde aber das hielt sich auch mit paar und zwanzig Dollar in Grenzen, da hatte ich eigentlich mit mehr gerechnet. Dann wollten wir am JFK unsere Koffer schon einchecken um ohne Gepäck nochmal in die Stadt fahren zu können. Leider ging das am Vormittag noch nicht und wir mussten unser Gepäck für 27 Dollar und strengsten Sicherheitsvorkehrungen (Koffer durchwühlen und Foto vom Kunden) einschließen lassen. Und das war noch nicht alles. Eigentlich dachten wir ja der Airtrain am Flughafen sei umsonst aber wenn man dem Airtrain dann zu einer UBahnstation fährt kostet der AirTrain dann 5 Dollar. Wenn man dann auf dem Rückweg wieder Airtrain fährt sind natürlich wieder 5 Dollar fällig! Naja aber egal war halt nicht umgänglich in diesem Moment. Dafür waren wir bei recht guter Sicht auf dem Empire State Building und haben uns noch das Trumpcenter angeschaut. So dass sich der Tag in New York auch gelohnt hat. Um 19 Uhr waren wir zurück am Flughafen konnten unsere Koffer einchecken und sind um 21 Uhr Richtung alte Welt gestartet. Gegen 11 Uhr sind wir in Frankfurt gelandet und von meiner Schwester abgeholt worden. Bei meiner Schwester gab es leckeren Brunch, hier auch nochmal Danke Schwesterlein
Wir sind mit gut gefülltem Magen Richtung Ilmenau aufgebrochen. Ja alles in allem 1800 Meilen gefahren, verdammt viel gesehen und erlebt. Hat richtig Spaß gemacht. By the way… Auch noch gut Klamotten eingekauft: Vier T-Shirts, zwei Markenjeans, Calvin Klein Schuhe, Billabong Jacke.